Kleine Schule
Vorteile: Sehr persönliche, familiäre Atmosphäre, enger Kontakt unter den Schülern, häufig gute bis sehr gute Gastfamilienqualität, viele soziale Vorteile, vor allem für jüngere Schüler.
Nachteile: Weniger Niveaus, höhere Niveaus nicht immer vorhanden, teilweise auch keine Anfängerstufe, häufig eher bescheidenes Angebot an modernen Unterrichtsmitteln.
Empfehlung: Kleine Schulen sind vor allem für jüngere Schüler oder für Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen geeignet. Anfänger und Schüler mit guten bis sehr guten Kenntnissen sollten sich vergewissern, ob ihr Niveau auch garantiert durchgeführt wird. Wer sich gerne «zu Hause» fühlt und engen Kontakt mit seinen Mitschülern schätzt, der wird merken, dass die sozialen Vorzüge einer kleinen Schule (eventuelle) pädagogische Nachteile (grösstenteils) auszugleichen vermögen.
Schulische Infrastruktur
Bezüglich der Infrastruktur gibt es recht grosse Unterschiede von Land zu Land. Vor allem Sprachschulen in England und in letzter Zeit auch in Frankreich und Übersee haben in der Regel eine gute bis sehr gute Infrastruktur.
Seit Jahren werden weltweit technische und andere Hilfsmittel gezielt ausgebaut und im Unterricht eingesetzt.
Bei den Überseedestinationen und in Frankreich gibt es vermehrt Schulen mit (sehr) gut ausgebauter Infrastruktur. Die grosse Mehrzahl aber zeigt eher einen einfachen bis mittleren Ausrüstungsstandard.
Viele Schulen verfügen über folgende pädagogische Einrichtungen:
Sprachlabors: Dies ist bei den Sprachschülern am bekanntesten – wenn auch nicht am beliebtesten. Es wird meistens im Klassenverband eingesetzt. Ob und inwieweit der Gebrauch eines solchen im Sprachgebiet sinnvoll ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. Erfahrungsgemäss werden Sprachlabors hauptsächlich auf unteren und mittleren Stufen eingesetzt, teilweise auch zur Examensabnahme.
Listening-Centre: Auswahl an Kassetten, die im Sprachlabor oder mittels Kassettenrecordern zur gezielten Verbesserung des Hörverständnisses eingesetzt werden. Einige Schulen verfügen über einige Dutzend, andere über viele hundert Hörkassetten mit unterschiedlichen Akzenten, Sprachweisen, Sprachgeschwindigkeiten etc. auf allen Schwierigkeitsstufen. Listening-Centres werden regelmässig auch für das Selbststudium eingesetzt.
Video/DVD: Viele Schulen arbeiten mit Kameras und Videos/DVDs – und zwar sowohl pädagogisch als auch zur Unterhaltung.
Multi-Media-Learning-Centre: Je nach Grösse und Ausstattung spricht man von Multi-Mediathek, Mediathek, Self-Access-Centre oder Self-Learning-Centre. In allen Fällen handelt es sich dabei um einen oder mehrere Räume, wo Kursteilnehmer im Klassenverband oder im Selbststudium (häufig auch ausserhalb der Unterrichtszeiten) Zugang zu verschiedenen Lehrmitteln haben.
Dazu gehören je nach Schule die oben bereits erwähnten Lerngeräte sowie Bücher (Bibliothek, Bücherverleih), Zeitschriften, Zeitungen, vereinzelt auch Videotheken und Musikkassetten. Zur optimalen Nutzung all dieser Möglichkeiten stehen dabei meistens Lehrpersonen zur Verfügung. Wer ein gezieltes Selbststudium anstrebt, sollte diesem Punkt Beachtung schenken.
Grosse Schulen
Vorteile: Viele Niveaus und meistens (sehr) feine Niveau-Unterteilung, häufig (sehr) gute Einrichtung, gute bis sehr gute Selbststudienmöglichkeiten, sehr gut geeignet für hohe Niveaus.
Nachteile: Unter Umständen ein wenig unpersönlich, Gastfamilienqualität eventuell problematisch, da es sehr schwierig ist, für mehrere hundert Schüler gute Familien zu finden.
Empfehlung: Grosse Schulen eignen sich eher für «ältere» Kursteilnehmer und für Schüler, welche die vielseitigen Selbststudienmöglichkeiten und Einrichtungen einer grossen Schule völlig ausschöpfen können. (Sehr) fortgeschrittene Kursteilnehmer finden problemlos einen ihrem Niveau entsprechenden Kurs.
Wer problemlos Kontakt findet, gern unter vielen Leuten ist, selbständig und selbstsicher ist, eventuell auch bereits (gute) Sprachkenntnisse hat, der wird sich an einer grossen Schule wohlfühlen. Auch Individualisten oder Kursteilnehmer, die wenig Kontakt zu anderen Mitschülern suchen, sind gut aufgehoben.

Computer: Einfach zu bedienende PC’s mit speziellen Sprachübungen (z.B. Vokabular-Erweiterung, Rechtschreibung, Examensvorbereitung, etc.) gehören heute in den meisten Schulen zur Ausrüstung. Sie werden vor allem für das Selbststudium eingesetzt und verfügen über eine Vielfalt (meist) interaktiver Lernprogramme.
Internet und E-mail: Viele Schulen offerieren den Kursteilnehmern Zugang zu Internet und E-mail. Welche Schulen diese Dienstleistung anbieten, finden Sie in unserem Katalog. Im eng- lischen und französischen Sprachraum ist dies bereits heute bei den meisten Schulen der Fall. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die übrigen Schulen nachziehen werden. Einige Schulen bieten diese Dienstleistung kostenlos an, andere verlangen Gebühren dafür. Normalerweise gibt es mehrere Stationen mit Internetzugang, sodass diverse Teilnehmer parallel surfen können. Bitte beachten Sie jedoch, dass eine Schule kein Gratis-Internet-Café ist.
Für 100-150 Schüler stehen normalerweise 5-10 Terminals zur Verfügung. Wer stundenlang surfen will, kann dies in einem Internet-Café tun, aber nicht an der Schule. Grundsätzlich gilt, dass diese Installationen für alle Teilnehmer da sind und daher zeitlich nur limitiert zur Verfügung stehen. Einige Schulen haben auch Vorschriften zur Benutzung von E-mail und Internet erlassen, um zu gewährleisten, dass möglichst viele Kursteilnehmer von diesen populären Einrichtungen Gebrauch machen können.
Gemeinschaftsräume/
Aufenthaltsräume: Auch diese Einrichtungen können den Kontakt der Mitschüler untereinander fördern. Teilweise sind diese Räume bis in den Abend hinein für die Schüler geöffnet, sodass sie häufig eine Art Kontakt- und Begegnungsstätte bilden.
Garten/Grünflächen: Diese sind vor allem in England anzutreffen. Während der wärmeren Jahreszeiten verwandeln sich zahlreiche Grünflächen in Volleyball- und Badmintonplätze oder werden für andere sportliche und soziale Anlässe genutzt.
Daneben besitzen viele Schulen noch Freizeit- und Sozialeinrichtungen.
Häufig findet man zum Beispiel:
Kantine/Cafeteria/Snack-Bar:
Einige Schulen führen eigene Kantinen oder Bars/ Cafeterias. Dies bringt für die Schüler viele Vorteile. Einerseits kann man meistens gut und günstig essen, andererseits bieten diese Einrichtungen eine mehr als gute Gelegenheit, andere Mitschüler näher kennen zu lernen und dabei Kontakte untereinander zu vertiefen.



