Je nach Schule können Sie zwischen einer oder mehreren der folgenden Unterkunftsmöglichkeiten wählen:

• Gastfamilien/Privatpersonen
• Hotel/Studios/Appartements
• Internat/Campus

Das Wohnen und sich Wohlfühlen ist nicht nur ein wichtiger Teil Ihres Sprachaufenthaltes, sondern auch die Gelegenheit, mit Land, Leuten und Kultur in Kontakt zu kommen. Die Schulen sind sich dessen bewusst und offerieren deshalb zusätzlich zum Sprachkurs einen Unterkunftsvermittlungsdienst. Bevor wir Ihnen die obgenannten Unterkunftsmöglichkeiten detaillierter vorstellen, erlauben wir uns, Ihnen zum Thema Unterkunft einige grundsätzliche Gedanken und Hintergrundinformationen zu geben.

Grundsätzlich stellt die Unterkunftsvermittlung – besonders wenn sie kostenlos ist - eine freiwillige und rein zusätzliche Dienstleistung der Schule dar. Die Schulen investieren viel Zeit und Mühe in diese Vermittlungstätigkeit. Da sie aber je nach Herkunftsland der Schüler mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Anforderungen konfrontiert werden, ist ihre Arbeit alles andere als einfach. Vereinzelt kommt es dabei aufgrund mangelnder Informationen oder falscher Vorstellungen seitens der Schüler zu Missverständnissen. Eine erfolgreiche Unterkunftsvermittlung hängt deshalb nicht nur vom guten Willen und seriösen Einsatz der Schule ab, sondern auch von den Kursteilnehmern, die möglichst realistische Erwartungen bezüglich der Unterkünfte haben sollten. Deshalb geben wir Ihnen bei der Beschreibung der folgenden Unterkunftsformen auch einige wertvolle Hintergrundinformationen.

Grundsätzlich müssen Sie sich bewusst sein, dass Kultur, Lebensstil und Lebensstandard an Ihrem Kursort nicht gleich sind wie zu Hause. Unter Umständen weicht Ihre Unterkunft bezüglich Preis/Komfort und Form etwas von schweizerischen Massstäben ab. Da unser Lebensstandard weltweit eher eine Ausnahme ist, wird vom Kursteilnehmer in der Praxis ein gesundes Mass an Anpassung verlangt. Dabei gilt es zu beachten, dass die von der Schule vermittelten Unterkünfte sich im normalen Standard dessen bewegen, was normalerweise von Sprachschülern gesucht wird und bezahlt werden kann, oder ganz einfach, was verfügbar ist. Dabei spielen die äusseren Umstände der Unterkunftsvermittlung eine grosse Rolle. Was an einem Ort problemlos zu finden ist, existiert anderswo kaum oder ist nur zu einem viel höheren Preis erhältlich. Unterkunftserwartungen der Kursteilnehmer sollten also den lokalen Verhältnissen Rechnung tragen.

Jede Veränderung verlangt Anpassung – und dies gilt insbesondere im Unterkunftsbereich. Lassen Sie sich deshalb etwas Zeit, um mit den lokalen Verhältnissen, der neuen Kultur und dem anderen Lebensstil vertraut zu werden und sich an Ihrem neuen Ort einzuleben.

 

im gepflegtem Ambiente die fremde Sprache erlernen

 

Da im Unterkunftsbereich die Erwartungen und Vorstellungen der Schüler recht variieren und die Schulen nicht immer eine identische Standardunterkunft für jeden Schüler bieten können, kommt es vereinzelt zu Problemen. Sprechen Sie in diesem Fall mit der Schulleitung, und diese wird sich bemühen, eine Lösung zu finden. Wenden Sie sich direkt an die Schule, und nicht an Ihre Vermittlungsstelle. Die Vermittlungsstelle hat keinen Einfluss auf die Unterkunftssituation und kann Ihnen deshalb nicht weiterhelfen. Erfahrungsgemäss werden Unterkunftsprobleme schnell und zufriedenstellend gelöst. Ausnahmen gibt es während der Hochsaison, wo dies nicht immer sehr einfach ist und Lösungen deshalb etwas Zeit brauchen und nicht immer von heute auf morgen möglich sind.

Bitte beachten Sie auch, dass die Schulleitung bei externen Unterkünften wie Hotels, Appartments usw. keinen Einfluss auf Qualität und Preisbildung hat. Bitte beachten Sie auch, dass die Unterkunftspreise unter dem Jahr angepasst werden können. Dies gilt für Privatunterkunft (Gastfamilie) wie Hotels, Appartements usw.

Die Unterkunft ist eine sehr persönliche Angelegenheit, und deshalb ist es verständlich, dass spezielle Wünsche und Bedürfnisse auftreten. Teilen Sie diese den Schulen auf dem Anmeldeformular ruhig mit. Die Schulen geben sich alle Mühe, diese Wünsche soweit als möglich zu erfüllen, und sofern die Anmeldung frühzeitig erfolgt, ist dies auch häufig möglich. Allerdings können spezifische Unterkunftswünsche nicht garantiert werden. Hier nun die näheren Angaben zu den obgenannten Unterkunftsmöglichkeiten:

Gastfamilien/ Privatpersonen
Nach wie vor ist der Aufenthalt bei Privatpersonen eine der besten Möglichkeiten, um Land, Leute und Kultur näher kennen zu lernen. Zudem ist es ein sehr guter Weg, die erlernten Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden. Der Schüler wohnt während der Zeit seines Sprachkurses bei lokalen Gastgebern. Bei den Gastgebern handelt es sich um Familien mit oder ohne Kinder, Einzelpersonen oder alleinerziehende Elternteile. Teilweise wohnt der Kursteilnehmer mit Schülern anderer Nationalität und Sprache zusammen, teilweise ist er der einzige Gast. Das Unterkunftsarrangement umfasst meistens Frühstück oder Halbpension. Frühstück bedeutet vielfach «help-yourself».

 

In welchen Ländern gibt es welche Unterkunftsformen?

England/Irland/Kanada: Hier werden fast ausschliesslich Gastfamilien vermittelt. Dies ist mit Abstand die günstigste und beliebteste Unterkunftsform. Vereinzelt findet man auch schuleigene Unterkünfte sowie Studios/Appartements/Studentenwohnheime und natürlich Bed and breakfast.

USA: Gastfamilien findet man überall. Je nach Stadt sind auch Residence Clubs, Pensionen, Studentenwohnheime, Studios und Appartements sehr populär.

Australien/Neuseeland: Gastfamilien sind mit Abstand die beliebteste und populärste Unterkunftsform. Daneben werden auch Studios und Appartements sowie Studentenwohnheime vermittelt.

Frankreich: Gastfamilien dominieren. Daneben findet man aber je nach Region auch andere Unterkunftsformen, wie Internate, Schulresidenzen, Appartements, Hotels und Pensionen.

Italien und Spanien: Unterkünfte bei Privatpersonen (seltener Familien) gibt es an allen Kursorten. Die Mehrheit der Kursteilnehmer entscheidet sich aber für alternative Unterkünfte. Besonders beliebt sind Studios/Appartements und schuleigene Residenzen.

 

 

 

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Viele Familien haben einen (sehr) aktiven Lebensstil – und sind deshalb nicht jeden Abend zu Hause. Falls der Gastgeber am Abend ausser Haus ist, und der Schüler Halbpension hat, wird meistens ein vorbereitetes Nachtessen in den Ofen/Kühlschrank gestellt. Sie werden während Ihres Aufenthaltes Gelegenheit haben, im (normalen) Rahmen mit Ihren Gastgebern zu reden und soweit als möglich an ihrem Lebensalltag teilzunehmen. Dabei sollte der Kursteilnehmer die Privatsphäre seines Gastgebers respektieren und sich in die Wohngemeinschaft integrieren und die Hausregeln akzeptieren. Er wird dabei häufig weniger als Gast, sondern als Mitglied der Hausgemeinschaft angesehen und sollte sich auch dementsprechend verhalten. Unterkunft bei privaten Gastgebern setzt Anpassungsbereitschaft voraus, und wer diese mitbringt, wird eine unvergessliche Zeit und Erfahrung nach Hause nehmen.

Alle von uns vermittelten Schulen haben einen Verantwortlichen für den Unterkunftsbereich. Alle Gastfamilien werden von der Schule sorgfältig ausgewählt und über ihre Rechte und Pflichten informiert. Diese sind übrigens teilweise für Schüler und Familien schriftlich abgefasst und werden teilweise am ersten Kurstag den Kursteilnehmern abgegeben. Die Schulen halten sich durch regelmässige Besuche der Gastfamilien und durch die Berichte der Kursteilnehmer über die Qualität der Gastfamilien auf dem Laufenden. Eine Gastfamilie bietet die ideale Voraussetzung, damit Ihr Lernerfolg nicht nur in der Schule stattfindet, sondern das erlernte Schulwissen in der Praxis auch umgesetzt werden kann. Dabei können die Fortschritte, die Sie im sprachlichen Bereich ausserhalb der Schule machen, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein Aufenthalt in einer Gastfamilie ist zudem die einfachste Möglichkeit, sich mit der lokalen Lebensart vertraut zu machen und einen Einblick in den Alltag Ihres Gastlandes zu erhalten. Zudem muss der Schüler in der Gastfamilie in der Fremdsprache kommunizieren.

 

bei gastfamilie die Sprache vertiefen

 

Die meisten Schulen vermitteln eine grosse Anzahl von Gastfamilien. Dabei muss man wissen, dass je nach Kursort und Schule die Art und Qualität der Gastfamilien sehr unterschiedlich sein kann. So gibt es erfahrungsgemäss Städte, wo es nicht einfach ist, geeignete Gastfamilien zu finden und andere Orte, wo die Familien bei der Unterkunftssachbearbeiterin buchstäblich Schlange stehen.

Bei einigen Schulen ist es möglich, bezüglich der Gastfamilie Wünsche anzubringen. Vereinzelt sind die Unterkunftssachbearbeiter sogar froh, wenn sie einige Anhaltspunkte bei der Familienzuteilung haben. Ob und wieweit Ihren Unterkunftswünschen entsprochen werden kann, hängt sehr stark von der betreffenden Schule und dem Kursort ab.

Je frühzeitiger die Buchung erfolgt, desto grösser sind die Chancen, dass die Schule eine Ihren Wünschen entsprechende Familie findet. Eine rechtzeitige Anmeldung empfiehlt sich vor allem im Sommer. Damit während der Sommermonate alle Schüler platziert werden können, müssen viele Schulen in dieser Zeit zusätzliche Gastfamilien anwerben. Dabei kann das Familien-Auswahlverfahren aufgrund der grossen Nachfrage häufig nicht so streng durchgeführt werden, wie dies bei den «Ganzjahresfamilien» der Fall ist. Unterkunftsprobleme sind damit teilweise nicht ausgeschlossen.

Was tun bei Problemen?
Falls Sie sich in Ihrer Gastfamilie nicht wohl fühlen, sprechen Sie mit dem Schulleiter oder der Unterkunftsabteilung. Falls nötig und angebracht, wird man Ihnen eine andere Unterkunft zuweisen.

Unterkunft in Residence Clubs oder Residence Hotels
Diese Unterkunftsform wird von diversen Schulen angeboten. Bei den Residence Clubs handelt es sich um eine Art Pension/Studentenwohnheim, wo zahlreiche Einheimische und internationale Leute – meist junge – zusammenleben. Residence Clubs sind also Begegnungs-
zentren für Leute aus aller Welt.

Da die meisten Clubs die Grösse eines mittleren oder kleinen Hotels haben, sind die Kontaktmöglichkeiten zwischen den Mitbewohnern recht gut. Die Atmosphäre in den meisten Clubs ist freundlich und informell. Je nach Club stehen verschiedene Zimmerkategorien zur Verfügung – und je nach Club und Kategorie ist der Komfort verschieden. Das Spektrum reicht von (recht) bescheiden bis (ziemlich) komfortabel. Clubs, deren Unterkunftsarrangements auch Mahlzeiten umfassen, haben meistens Aufenthaltsräume/Restaurants/Kantinen. Hotels/Clubs ohne Mahlzeiten haben normalerweise Kochgelegenheiten im Zimmer. Diese Unterkunftsform erfreut sich grosser Beliebtheit und ist häufig sehr frühzeitig ausgebucht. Kein Wunder – diese relativ günstige und praktische Unterkunftsform lässt den Kursteilnehmern viel persönliche Freiheit und bietet ausgezeichnete Möglichkeiten, lokale und ausländische Mitbewohner kennen zu lernen.

Studios/Appartements/ Studentenwohnheime
Einige Schulen vermitteln Zimmer in einem Appartement. Der Kursteilnehmer wohnt dann in einer Art Wohngemeinschaft – zusammen mit anderen Mitschülern oder Untermietern. Für Kursteilnehmer mit höheren Komfortansprüchen vermitteln diverse Schulen auch komfortable Studios und Mini-Appartements. Für bescheidene Ansprüche gibt es einfache Residence-Clubs und Studentenwohnheime.

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